Axel Springer und die Tagesschau-App

Ohh! Axel Springer ist entsetzt: die ARD möchte eine Anwendung für das iPhone schreiben. Die soll auch noch kostenlos sein. Buuh! Dabei möchte Axel S. doch Qualitätsjournalismus ins Netz bringen: BILD als App auf iPhone und Co.. Ja richtig gelesen: BILD und Qualitätsjournalismus in einem Satz.

Zur Erinnerung hier der Anfang des Wikipedia Artikels zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk:

Die meisten Länder Europas haben einen öffentlich-rechtlichen oder ähnlich gestellten Rundfunk. Als erste öffentlich-rechtlich organisierte Rundfunkanstalt gilt die BBC (British Broadcasting Corporation). Die BBC, 1922 zuerst als privates Unternehmen gegründet, wurde nach jahrelanger Einflussnahme durch die Wirtschaft und Übernahmeversuchen durch den Staat, 1927 gesetzlich in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt. […]

Neben einem Grundversorgungsauftrag und einem gesetzlich definiertem Programmauftrag ist eine der weiteren wesentlichen Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks daher die Wahrung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit.

Axel Springer ist „unabhängig – überparteilich“. Was das bedeutet wird bei CosmIQ erläutert, oder auch bei BILDblog. In der Schule habe ich Die verlorene Ehre der Katharina Blum gelesen. Mein Fazit: weil es Axel Springer gibt, gibt es Öffentlich-rechtlicher Rundfunk.

Sobald ein freier Internetzugang zu den Menschenrechten zählt, können ARD und Co. ihre Ausstrahlung über die derzeitigen Einbahnstraßen einstellen. Die Inhalte im Internet würden mich deutlich mehr ansprechen.

Übrigens: nur aufgrund der Aufregung deutschen Verleger bin ich heute auf das Angebot http://mobil.tagesschau.de getroffen: Sowohl auf einem Palm Pre als auch auf einem iPod touch ist das schon sehr anständig, und ich glaube anständiger als Axel S. das je machen wird.

ARD und Co. sollte vielleicht folgende Finanzierung für die Apps nutzen: Anwendung kostet solange Geld, bis die Entwicklung bezahlt ist, danach kostenlos.

Einige Quellen:

  • Seite „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Dezember 2009, 16:39 UTC. (Abgerufen: 22. Dezember 2009, 20:54 UTC)

Wettbewerbsverzerrung durch elektronische Gratiszeitung der ARD

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